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24 Stunden Berlin – ZITA Rock 2012!

Kaum biegt man auf die A113 Richtung Berlin Zentrum ein, verfinstert sich der Himmel und kurz darauf gießt es schon in Strömen. Trifft sich gut, dann müsste der Großteil des vorhergesagten Regens  vorbei sein. Wenn nur das Zelt schon stehen würde. =)

Auf dem an der Spree liegenden Zeltplatz angekommen, hat sich die Lage noch nicht gebessert. „Perfektes Wetter zum Zelten“, werde ich an der Rezeption begrüßt. Doch der Schauer ist nicht von Dauer (*schlecht reim*). Als es nur noch leicht tröpfelt, wird das Zelt rasch aufgebaut und eine 5-Minuten-Terrine verschlungen. Dann ist es auch schon Zeit, zum Bahnhof zu düsen. Dreimal falsch abbiegen, vorbei an sämtlichen Sehenswürdigkeiten Berlins und nuuuuuur 20 Minuten verspätet, ragt der Bahnhof vor mir auf. Im Eifer einen nahegelegenen Halteplatz zu finden, übersehe ich doch glatt die bepackte, hübsche Fee am Straßenrand. Ein wirres Telefonat später, haben wir uns endlich gefunden. So richtig kann ich es noch gar nicht glauben, dass wir es nach mehreren fehlgeschlagenen Anläufen zusammen nach Berlin geschafft haben. *freu*

Da wir schon spät dran sind, machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Schnell umpacken, wild Sachen im Kofferraum verstreuen und Lage besprechen. Allmählich wird es eng. Schaffen wir es noch zu Staubkind? Warum müssen die auch so zeitig anfangen. „Kurzentschlossen“ sparen wir uns den 4km-Fußweg und nehmen das Auto. In einem kleinen idyllischen „Dörfchen“ mit Backsteinhäuschen mitten in Spandau, nur ein paar Meter von der Zitadelle entfernt, finden wir sogar einen Parkplatz. Hier ließe es sich wirklich gut leben…

Mit Müsliriegeln und Regenschirm bewaffnet geht es zur Zitadelle. Bändchen abholen und aufauf! Oder doch nicht? Louis von Staubkind lässt grad auf der Bühne die letzten Töne verklingen. Mhm, na so ein Mist. Immerhin haben wir ihn mal gesehen… Dann müssen wir wohl erstmal ein Bier trinken, uns umschauen, Festivalgänger beobachten, sich wohl fühlen und viel Spaß haben! Dann betritt auch schon Zeraphine die Bühne. Leider bin ich nicht wirklich textsicher, aber was soll’s. Fazit: Ich brauch‘ mehr Alben und es war viel zu kurz.

Jetzt haben wir Pause. Mono Inc. lassen wir aus und schauen uns an den T-Shirt- und Gothic-Ständen um. Girlies scheinen überaus Mangelware zu sein und sind nur seeehr spärlich anzutreffen. So wird es erstmal nur ein Staubkind-Shirt für mich und die Fee muss leider leer ausgehen. Um nicht die ganze Zeit so viel Zeug rumzuschleppen, geht es nochmal fix zum Auto. Mit Weintrauben *mompfstopf* gestärkt und um einige gefühlte Kilo leichter, geht es zurück zur Zitadelle. Saltatio Mortis spielt.

Schnell sichern wir uns ein Pätzchen nah der Bühne. Saltatio macht ordentlich Stimmung und gute Laune inklusive Stage-Diving. So kurz vor dem längsten Tag des Jahres, fehlt nur die Dunkelheit. Die Zeit verfliegt aber über „Prometheus“ (Ich bringe Euch Feuer… *sing*), „Hochzeitstanz“ (Ich trank das Rot von Deinen Lippen… *weitersing*) und „Spiel mit dem Feuer“ (Lass uns tanzen einen Reigen, wie heiße Lava koch das Blut, lass uns tanzen endlos weiter… *singtanz*) wie im Fluge.

… und so schwebt er durch die Menge

In der Pause schleichen wir zusammen noch einmal um die Stände. Da Girlies spärlich gesät sind, muss sich doch etwas anderes finden lassen. Zehn Glöckchen später ist auch die Fee glücklich und klimpert fröhlich durch die Gegend. =) Bei einem gemütlichen Met lauschen wir den Klängen von The 69 Eyes und schießen Fotos.

Auf dem Weg zu ASP fällt uns eine kleine Menschentraube am Autogrammstand auf. Hmm, wer steht denn da rum? *Fee neben Zeraphine schieb und Groupiefoto knips* Hihi. Eine Autogrammkarte gibt es natürlich auch dazu.

Allmählich wird es dunkler und wir singen und tanzen zu ASP. Live sind die richtig gut. Die Pyroeffekte mit hohen Flammen komplettieren den Auftritt und so neigt sich das ZITA Rock 2012 während das Publikum „brennt“ dem Ende entgegen. Was für ein Abschluss!

Der Großteil der Menge strömt dem Ausgang entgegen. Doch es soll angeblich noch eine Aftershowparty steigen. Diese findet wir etwas versteckt am Ende eines Ganges im Pulvermagazin der Zitadelle. Das Gewölbe füllt sich nur sehr allmählich. Doch schon bei den wenigen Leuten gibt es sehr interessante und außergewöhnliche Tanzstile zu beobachten. Da wir beide recht müde sind, machen wir uns auf zum Zelt. Bei McDonalds gibt es noch einen Kaffee zur Stärkung. Um nicht den Unmut des McDonalds-Mitarbeiters auf uns zu ziehen, der voller Elan den Laden putzt, lassen wir die Riesenlegosteine doch an ihrem Platz.

Auf dem Zeltplatz angekommen, wollen wir nur noch ein kleines Gläschen Wein aus den guten IKEA-Gläsern trinken, während das Handy im Auto lädt. Doch irgendwie wird aus dem einen Glas ein Zweites und anschließend die restliche Flasche. Unsere Zeltnachbarn hassen uns bestimmt schon. Nach einer Portion Cup-Noodles schaffen wir es gen 4 doch ins Zelt. Leider muss man ja doch irgendwann Schluss machen. Inzwischen wird es auch schon wieder hell und die Vögel zwitschern lautschnäblig.

Gute vier Stunden später müssen wir auch schon wieder aufstehen. Duschen, Sachen zusammenpacken, Zelt abbauen. Es bleibt noch Zeit für ein kurzes Frühstück mit Cappuccino und Nudossi-Hörnchen zusammen mit einem Entenpärchen und direktem Blick auf die Spree. Dann müssen wir auch schon los. Diesmal geht es zum Busbahnhof. Eine kurze Fahrt später („Raaaaaaaus!!“ *g*) ist es auch schon fast Zeit zum Verabschieden.

Irgendwie ging der Tag viel viel vieeeeeel zu schnell vorbei. Aber es war ein wahninns Wochenende. Ein Zitat von einer berühmten Persönlichkeit trifft es einfach perfekt: „Das war nicht einfach nur lustig… Das war Party, Tanz, Rock und eine ganz gehörige Menge Lebensgefühl!“ Da kann ich nur voll und ganz zustimmen…

Ausbeute: ein kleines verwaistes Glöckchen *einsam bimmel*, eeeeeeeein Staubkind-T-Shirt *yeah* *tanz* uuund vor allem ein unvergessliches, wundertolles, wunderschönes Wochenende mit der Lieblingsfee.

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