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neue Schafe braucht das Blog … oder so

Endlich sind die fehlenden Icons für die Blogeinträge fertig… uuuund zwei Ideen habe ich auch gleich noch umgesetzt. Anregungen, Verbesserungsvorschläge und Kritik sind natürlich herzlich willkommen =)

neue Schafe =D
(v.l.n.r. Schafe für Gitarreneinträge, Tramp-Tagebucheinträge, Fotos und Links)

bereits bekannte Schafe
(v.l.n.r. Schafe für Zitate, Videos, Texteinträge und Audiobeiträge)

Randnotiz: Alle Benutzer ohne Avatar auf http://gravatar.com/ bekommen seit Neustem in der Kommentarfunktion zufällig generierte Bilder zugewiesen.

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Résumé in Stichpunkten
  • liebste Flatter- und Strickwesen wiedergetroffen *knuddelwuschel* =)
  • Subway to Sally hat zu lang, Letzte Instanz und Saltatio Mortis definitiv zu kurz gespielt … aber toll
  • neues T-Shirt *hoppelyeah* „hübsch!“
  • kein Ei :/
  • die Socke braucht eine Kaffeemaschine
  • Hose aus bisher ungeklärten Gründen putt (Hinweise bitte an flauschi)
  • ich will auch ein Whiteboard (mit vielen bunten Stiften)
  • Kokos ist vielseitig verwendbar … oder auch nicht
  • Baileys erst recht!
  • kleiner Schafherdenzuwachs *vom Fensterbrett ein „mäh“ vernehm*
  • gar keinen Wein getrunken :(
  • mit wirren Magnetkugeln Sternchen und Würfel basteln macht Spaß!
  • ein paar ausgerissene Wollhaare *traurig auf die kahle Stelle glubsch*
  • ich mag mein Klavier… und spiel viel zu selten… und Gitarre… und sowieso…
  • der Pullover hat eine „dezente“ Parfümnote
  • die Fee schuldet mir zwei Chickenburger ;)
  • in die Deutsche Bahn passen am 2.1. nur durch Stapeln und Quetschen noch mehr Leute
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Drei Fragmente … von Stärkemehl, Gitarren und Hörbüchern

Es ist nicht schlimm, wenn man beim Nachtisch statt Puderzucker ausversehen Stärkemehl nimmt

Neulich beim zubereiten der Baileys Creme ging der Griff zur vermeintlichen Puderzuckerdose. Es hat allen sehr gut geschmeckt, auch wenn der Nachtisch außergewöhnlich sättigend war.

Wenige Tage später kam die Frage auf, warum denn das Stärkemehl alle sei…

Wie sich herausstellte, steht der Puderzucker inzwischen an einer ganz anderen Stelle in der Küche. Somit hatte ich also das Stärkemehl alle gemacht und folglich auch das falsche auf die Einkaufsliste geschrieben.

Die Baileys Creme ist übrigens (selbst mit Stärke) empfehlenswert.

Schmerzende Pfoten

Vor 3 Tagen habe ich die hier rumstehende Gitarre (mit Stahlsaiten) geschnappt und versucht ein paar Akkorde zu spielen. Schließlich wollte ich das schon immer mal lernen… einfache Begleitungen wären ein Anfang. Bewaffnet mit ein paar Einführungsvideos und Akkordtabellen ging es los. Doch schon nach kurzer Zeit schmerzten die Pfötchen von den Gitarrensaiten.

Inzwischen sind die Pfotenspitzen zwar noch etwas taub und fühlen sich seltsam an. Aber es tut nicht mehr so weh beim üben. Jetzt müsste ich nur noch dran bleiben…

Artemis Fowl … das ist aber verwirrend

Wenn man ein Hörbuch das erste mal anhört und das Buch dazu nicht kennt, sollte man darauf verzichten die Titel in zufälliger Reihenfolge anzuhören.

Dotter hatte mich auf das Hörbuch zum gleichnamigen Buch „Artemis Fowl“ von Eoin Colfer neugierig gemacht, eine Geschichte mit Elfen, Kobolden, Zwergen und Feen. Doch (warum auch immer…) hatte ich beim ersten Versuch den Zufallsmodus aktiviert. Schienen die ersten fünf Minuten noch logisch und schlüssig, wurden die Handlungssprünge zunehmend abstruser. Seltsam…

Beim zweiten Versuch ein paar Tage später und den Fehler bemerkend, habe ich es an einem Abend „verschlungen“. Rufus Beck (nein, ich habe es nicht in Originalsprache angehört) liest es absolut hervorragend. Empfehlenswert!

Vielleicht demnächst nochmal in zufälliger Reihenfolge. =)

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Liara 5: Shyisa

Auch wenn sie Sa-anjiá bei ihrem ersten Besuch nur durch einen Tränenschleier wahrgenommen hatte, strahlte der Turm die selbe düstere und geheimnisvolle Erhabenheit aus, wie jetzt. Doch ließ sie sich davon nicht beirren, sondern stolperte hastig über die Schwelle des gigantischen Haupttores, stürzte mit zornigen Flügelschlägen einige Treppenstufen hinauf und fand sich schließlich am Fuße der scheinbar unendlichen Wendeltreppe wieder, die bis zur Spitze des Turms führen musste und deren Ende sich in der absoluten Finsternis des Turms nur erahnen ließ.

Bis zu dieser uralten Treppe war sie viel zu aufgewühlt gewesen, um überhaupt ihre Umgebung wahrzunehmen. Sie wollte nur möglichst weit weg von all den Lügen und Täuschungen. Doch als sie damals die gewaltigen umstehenden Statuen erblickte, deren stille Erhabenheit und Unerschütterlichkeit den Raum erfüllten, beruhigte sich ihr rasendes Herz allmählich. Neugierig geworden, schob sie die Gedanken bei Seite, atmete tief ein und schwebte mit gekonnten Flügelschlägen den Turm hinauf. In der Dunkelheit konnte sie kaum etwas erkennen. Immer neue Schemen und Säulen säumten die Treppe und düstere Gewölbe führten von ihr weg. Im Schatten liegend konnte Liara schwere alte Türen ausmachen. Doch um sich nicht zu verirren, ließ  sie diese Gänge hinter sich liegen und folgte weiter der Treppe. Weit oben konnte sie einen hellen Fleck erahnen. Konnte dies Tageslicht sein?

Nach schier endloser Zeit erreichte sie den obersten Treppenabsatz. Noch etwas benebelt vom langen Weg nach oben, schaute sie sich um. Ein Gang führte gerade von der Treppe weg und endete in einem Torbogen. Sie hatte sich nicht getäuscht, einzelne Sonnenstrahlen verirrten sich bis zu ihr und kitzelten ihr in der Nase. Doch das Beeindruckendste waren die Wände. Sie glitzerten in tausenden Farben und es gab keine freie Stelle, die nicht mit schillerndem Mosaik verziert war. Langsam schwebte sie an den prächtigen Wandbildern mit ihr unbekannten seltsam wirkenden Tieren, verzaubernd schönen Mustern und alten Runen vorbei. Am Torbogen angekommen, offenbarte sich ihr ein kleiner Raum mit einem einzelnen Fenster, durch welches die wärmenden Sonnenstrahlen fielen. An den Wänden standen riesige Regale und der ganze Raum war mit Büchern angefüllt. Sofort hatte sie sich geborgen gefühlt und es sich seufzend auf einem der vielen Wälzer gemütlich gemacht. Seitdem war sie immer wieder an diesen Ort zurückgekehrt. Hier konnte sie ungestört nachdenken, die Schwierigkeiten von Zuhause vergessen und sich ganz von den Büchern ablenken lassen.

2. Kapitel: Shyisa

Verzweifelte Stimme, Klagen, Stöhnen. Schrille Schreie ungehört.
Schwerer Tränen traurig Lied.
Einsam verstummt.

Mit einem müden Zwinkern, schlägt Liara die Augen auf. Sie muss bei den ganzen Gedanken über ihren ersten Besuch im Turm eingeschlafen sein. Unter ihrem Rücken spürt sie immer noch den kühlen Stein und in ihrer linken Hand hält sie einen kleinen Gegenstand fest umklammert. Den hatte sie tatsächlich schon wieder ganz vergessen. Doch ohne ihn genauer zu untersuchen steckt sie ihn in eine Tasche. Sie muss schnell nach Hause, die anderen machen sich bestimmt schon Sorgen. Um sie herum zwitschern bereits die Vögel. Die Morgendämmerung taucht die Landschaft in ein tiefes Rot und verwandelte den spitzen Turm über ihr in eine flammende Fackel. Mit einem Gähnen erhebt sich Liara und flattert kurz mit ihren Flügeln. Ohne lange zu zögern schwingt sie sich in die Luft und macht sich auf den Weg.

Über dunkelrote Mohnfelder dahinfliegend und an reißenden Flüssen und grünen Wäldern vorbei, erreicht Liara das Ufer des Sees Shyi. In der Ferne kann sie schon die leuchtenden Farben der Feensiedlung ausmachen. Gelegen auf einer Insel inmitten des Sees lebt dort schon seit vielen Generationen das Feenvolk. Die ganze Insel ist ein einziges buntes und geschäftiges Treiben. Nah am Ufer schwimmen hunderte seltsam anmutende Behausungen, die untereinander mit Netzen verbunden und mit Stricken vertäut sind. Als Liara über das Hafenviertel fliegt, steigt ihr ein leichter Geruch von Fisch und Seetang in die Nase. Ohne Zeit zu verlieren flattert sie weiter zur Inselmitte vorbei an den verschiedensten Wohnnester. Einige kuriose Gebilde hängen sogar in den Ästen der höchsten Bäume und wiegen sanft im morgendlichen Wind. Doch Liara hält direkt auf den anmutendsten Bau der Insel zu.

Ein  paar Wiesen und Hügel später, liegt das Schloss majestätisch vor ihr. Zwischen sieben uralten Bäumen hängend, schwebt der riesige Bau aus zahllosen bernsteinfarbenen Kugeln hoch in der Luft. Eng verflochten und durch ein filigranes Netz aus in der Sonne schillernden Tauen zusammengehalten, bieten einige Kugeln Platz für riesige Säle, wohingegen andere kaum größer als kleine Kammern sind. Verwundene Treppen führen zu grün bewachsenen Plattformen zwischen den Kugeln und bis hinauf zu den höchsten Ästen der umliegenden Bäumen.

Auch diesen morgen lässt die Sonne das Schloss wieder in erhabener Schönheit erstrahlen. Noch vor wenigen Wochen hatte sie es genossen hier zu leben und war glücklich gewesen. Doch seitdem hatte sich einiges verändert und ihr Zuhause kam ihr zunehmend wie ein Gefängnis vor. So hat die kleine Fee auch diesmal wieder ein seltsames Gefühl, als sie auf eine der kleineren Kugeln am Bauch des Schlosses zufliegt.

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Mehr als ein Diavortrag – Rüdiger Nehberg

Alle Plätze im größten Vorlesungssaal der TU Chemnitz sind bis auf den letzten Platz belegt. Erstaunlicherweise ist der Altersdurchschnitt des Publikums sehr hoch und schon vor dem Vortrag finden seine vielen Bücher reißenden Absatz.

Ehrlich gesagt, bin ich völlig unvorbereitet zu dem Dia-Vortrag gegangen. Man hatte mich gefragt, ob ich Lust hätte und ich hatte „ja“ gesagt. Ich glaube jeder kennt ihn zumindest aus dem Fernsehen. Er ist der Survival-Experte Deutschlands. Die meisten werden ihn mit dem Essen von Würmern und schlammlastigen Touren durch unwegsames Gelände in Verbindung bringen. Die Rede ist von Rüdiger Nehberg. Viel mehr, wusste auch ich nicht von ihm. Bis heute.

Der Dia-Vortrag ist in zwei Abschnitte gegliedert. Der erste Teil vor der Pause widmet sich einem kurzen Abriss seiner bisherigen Erlebnisse. Er selbst nennt es: „Querschnitt durch ein aufregendes Leben„. Dieser Titel wird dem Programm völlig gerecht. Vermutlich könnte er wochenlang über all seine Erlebnisse reden und gibt mit den wenigen herausgegriffenen Stationen einen guten unterhaltsamen Abriss. Die vielen Fotos untermauern den Vortrag und schockieren teilweise. So wird schnell deutlich, dass hinter Rüdiger Nehberg nicht nur der bekannte Survival-Experte steckt, sondern dass er sich insbesondere für die Rechte anderer einsetzt und in seinem Leben schon viel erreicht hat. Leider gibt der Wikipedia-Artikel nur einen sehr kurzen Abriss über seine Biografie.

Doch nun zum eigentlichen Punkt, warum ich diesen Eintrag schreibe. Nach der 15-minütigen Pause widmet sich Rüdiger Nehberg dem Projekt, dem er sich am meisten verschrieben hat. Seit nun über 10 Jahren kämpft er gegen die Verstümmelung und Beschneidung der weiblichen Genitalien. (* Viele werden davon schon gehört haben. Ich habe trotzdem eine kurze Erklärung in der Fußnote angehängt.) Seine Schilderungen, wie schon jüngste Mädchen dermaßen gequält werden, sind unglaublich schockierend grausam und hinterlassen ziemlich feuchte Augen…

Ein Drittel der Mädchen überleben den Eingriff, der ohne Betäubung, Hygiene, Wissen von Anatomie und oft nur mit Blechdeckeln von Dosen vollzogen wird, nicht. Die, die es trotzdem schaffen, tragen schwere körperliche, aber vor allem tiefe seelische Schäden davon, die sie Zeit ihres Lebens verfolgen werden.

Rüdiger Nehbergs Erfolge im Kampf gegen diese Praktiken sind absolut erstaunlich und beachtenswert. In einigen Ländern hat er es schon erreicht, dass die Verstümmelung unter Strafe steht und in den Stämmen nicht mehr praktiziert wird. Mit dem Lebensziel, dies auch in den restlichen Ländern durchzusetzen, schließt er seinen Vortrag. Standing Ovation.

So zeigt Rüdiger Nehberg letztendlich, wie viel ein einzelner Mensch erreichen kann, wenn er den Willen, eine gute Strategie und etwas Glück hat. Ich empfehle jedem, der die Möglichkeit hat, diesen Diavortrag zu hören, die Gelegenheit zu nutzen (Termine und Veranstaltungsorte). Die zwei Stunden sind nicht nur unterhaltsam und vergehen viel zu schnell, sondern regen auch zum nachdenken und grübeln an.

* Beschneidung der weiblichen Genitalien: Hierbei handelt es sich um einen kulturell verankerten Eingriff. Er reicht vom Abschneiden der Klitoris bis hin zur kompletten Entfernung der weiblichen Genitalien und anschließendem zunähen der Scheide. Medizinische Gründe gibt es hierfür natürlich keine. Die eigentlichen Gründe dürften in der Missachtung des weiblichen Geschlechts, Degradierung von Frauen zu Gebrauchsgegenständen und der Unterdrückung der weiblichen Sexualität, zu suchen sein. Auch die die häufigen Versuche der Rechtfertigung über die Religion haben keine Grundlage. So wird dies weder im Koran noch in der Bibel vorgeschrieben. (weiterführend: Wikipedia )

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