Schottlandreise Tag 9: Comrie – Oban

Tag 9: 15.09.2010 Mittwoch

Fuß: 9,23 km     Auto: 103,4 km    Lifts: 3     Wartezeit: ca. 2 Stunden


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Es hat über nacht viele Stunden aus Kannen gegossen und ein kleiner See hat sich auf dem Zeltdacht gebildet. Inzwischen scheint wieder die Sonne. Beim aufstehen merken wir erst einmal, was für einen schönen Zeltplatz wir uns ausgesucht haben. Wir sind umringt von Bergen, grünen Wiesen, die Sonne strahlt uns ins Gesicht und um das Bild zu perfektionieren, thront über allem ein riesiger Regenbogen.

Wir bauen die Zelte zusammen und brechen auf. Eine gute Stunde stehen wir an einer kaum befahrenen Straße und niemand will uns mitnehmen. So laufen wir weiter bis zum 3 Meilen entfernten St. Fillians, vorbei an Weiden und Schafen. Im verschlafenen Städtchen St. Fillians bekommen wir sogar Briefmarken. Nach einem ausgedehnten Frühstück-Mittag (Ramen, Brot und … Käse) stellen wir uns wieder an die Straße und diesmal haben wir Glück. Eine Frau in einem Kleinbus, die wohl selbst Touristentouren organisiert, nimmt uns mit. Erst wirkt sie etwas kühl, lobt aber die deutschen Urlauber für ihre Sauberkeit. Deutsche? Sauberkeit? Ich weiß ja nicht… Vermutlich trifft das nur auf deutsche Urlauber zu, die nach Schottland fahren. ^.^

Schafe und Berge

Loch Earn: Socki wäscht Geschirr ab.

In Lochearnhead lässt sie uns wieder raus. Vielleicht 10 Minuten später, hält schon der nächste. Ein Geschäftsmann, der einen Termin in  Oban, unserm Tagesziel, hat. Allerdings ist sein Fahrstil mehr als gewöhnungsbedürftig: Überholen an nicht einsehbaren Stellen und Kurven, plötzliches Abbremsen und Wiedereinscheren, weil der Platz doch nicht ausreicht… Socki sitzt vorne und ich hinten links. Am besten man schaut nur zur Seitenscheibe hinaus, das ist weniger nervenaufreibend. Der Fahrer merkt Socki wohl seine Nervosität an:

You are really looking forward to get out of this car.

Schön schön, seinen Fahrstil ändert er trotzdem nicht. Schließlich erreichen wir Oban lebend! Wieder an der Küste, wieder am Meer!

Wir laufen am Hafen entlang, an vielen B&B’s vorbei (Oban ist einer der Fährorte, um auf die westlichen schottischen Inseln zu kommen) und kaufen uns für eventuelle Angelerfolge noch Alufolie und Butter. Wir sind gerade dabei uns an der Küste einen Zeltplatz zu suchen, da hält neben uns ein Auto und der Fahrer fragt, ob sie uns mitnehmen können. Das hatten wir bisher auch noch nicht. Ohne unser Zutun, bekommen wir so noch einen kurzen Lift und gelangen schnell aus Oban heraus. Der Fahrer und sein Beifahrer sind zwei Iren, die gerade von einer Destillerietour wiederkommen und bevor die Sonne untergeht noch eine Runde tauchen wollen.

Der schönste Campingplatz der Welt...

ohne Worte

Ein paar Kilometer weiter müssen wir nicht lange suchen und finden einen traumhaften Platz zum zelten direkt am Meer. Keine fünf Meter bis zum Wasser. Wir schlagen die Zelte auf. Socke versucht erfolglos Feuer zu machen und ich schreibe den ersten Brief (an die Fee). Das Angeln fällt auf Grund des Feuermangels leider aus. Dafür machen wir uns noch eine Steinpilz-Kartoffel-Suppe. Als wir mit dem Essen fertig sind und gerade ins Zelt geplumpst sind, fängt es an zu regnen. Perfektes Timing und ein wunderschöner Tag.

Noch mehr Schafe. Den Zweien gefällt der Platz auch ganz hervorragend. =)

Campingkocherromantik

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