Schottlandreise Tag 5: London – Newcastle

Tag 5: 11.09.2010 Samstag

Fuß: nahezu nix. ha!     Auto: 528,9 km    Lifts: 4     Wartezeit: ca. 3 Stunden 55 Minuten


View larger map

(dem drängelnden Alina-Fan gewidmet ;))

Nachdem alles wieder in den großen Rucksäcken verstaut ist, müssen wir gar nicht lange warten und werden von einem, noch vom Vorabend verkaterten, Briten mitgenommen. Wie eigentlich nicht anders zu erwarten, landen wir gleich im ersten Stau auf dem Ring um London. Mit einem leicht genervten Fahrer, schaffen wir es doch noch bis zu einem Kreisverkehr in der Nähe von Heathrow.

Hitchhiker in the rain

Auf der Auffahrt zur M25 steht schon ein weiterer Hitchhiker, der in den Westen Englands möchte. Er hat sich einen teuren Stuhl geleistet und um die Kosten zu senken, versucht er auf der Rückreise mit seinem Holzstuhl zu trampen. Socki darf sogar Probe sitzen. Von den „Traffic Officers“, eine für die Autobahnen zuständige Abteilung der britischen Polizei, werden wir hinter das blaue Autobahnschild verwiesen. Ui, unser erster Kontakt mit denen! Dabei haben wir uns doch extra weit von dem anderen Tramper weggestellt, um unsere Chancen auf Mitnahme zu erhöhen. Zu allem Übel fängt es noch ordentlich an zu regnen. Regenhose überwerfen und tapfer das Schild weiter in den Regen halten. Letztendlich haben wir mehr Glück, als der „Stuhltramper“ und werden von einem Musiklehrer mitgenommen. Irgendwie tut er mir ziemlich leid. Hoffentlich kommt er noch gut weg.

Der Musiklehrer bringt uns bei Soul Mix Klängen (BBC Radio 1 Essential Mix „David Holmes“ – bestimmt bei Google auffindbar) bis nach Sheffield. Vermutlich die weiteste Strecke an einem Stück, geht es quer durch England bis zu einer Raststätte.

Socke schaut äußerst grimmig :D *knautsch*

Da wir den ganzen morgen noch nichts gegessen haben, stärken wir uns erstmal mit Käse und Toastbrot. Das britische Toastbrot schmeckt übrigens nicht wirklich gut. Mit etwas Butter oder Margarine ist gerade so noch erträglich. Dafür hat es ein unglaubliches Potential gut komprimiert zu werden und lässt sich auch in vollgestopften Rucksäcken noch irgendwie unterbringen.

Ohne lange warten zu müssen, werden wir schon wieder aufgesammelt. Es geht zwar nur wenige Meilen, bis zur nächsten Servicestation, weiter. Aber immerhin! Diesmal müssen wir etwas länger warten… Eine Stretchlimousine, gackernden Mädels und einem Porsche Cayenne (jaja, die wollten uns reinlegen) später, hält ein netter Opa. Glücklicherweise fährt er direkt bis Newcastle, unserem Tagesziel. Er erzählt uns viel über die Akzente in Großbritannien, spricht mehrere Sprachen (englisch, französisch und norwegisch) und reist viel. Eine sehr interessante Fahrt. Später sage ich zu Socki, dass er bestimmt Witwer sei. :-( Jedenfalls bringt er uns direkt auf den Campingplatz, was für ihn bestimmt 45 min Umweg bedeutete. Wir checken schnell ein und können den Zeltplatzwart davon überzeugen, dass unsere beiden kleinen Zelte gerade mal so groß wie eins sind und kommen mit £ 12,50 davon. Wir bauen die Zelte auf und verbringen einen schönen Abend mit Kochen & Co am Zeltplatz ;-). Endlich werden wir ein paar Sachen waschen, Geschirr mit warmen Wasser & Seife abspülen und am nächsten morgen duschen können. Duschen! Yeah!

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.