Schottlandreise Tag 3: Utrecht – Gent

Tag 3: 09.09.2010 Donnerstag

Fuß: 12,23 km     Auto: 156,3 km     Lifts: 2     Wartezeit: ca. 1 Stunde


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Nachdem die Zelte zusammengepackt sind, geht es den langen Weg zurück zur Schleuse und anschließend stadteinwärts. Um nicht den langen Weg bis nach Utrecht zu laufen, nehmen wir den Bus. Eine gute Entscheidung, wie sich schnell herausstellt. Andernfalls wären wir sicher an dem Tag nicht weitergekommen. Am Hauptbahnhof angekommen, verlaufen wir uns natürlich erstmal, finden dann aber doch die idyllische Innenstadt mit kleiner Kirche und gemütlichen Gassen. Nachdem Socki kurz einkaufen war, machen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg, da es inzwischen ganz schön spät ist. Schließlich wollen wir noch ein Stück vorankommen.

Wieder am Rastplatz angekommen, an dem uns das nette Ehepaar am Vorabend rausgelassen hatte, müssen wir gar nicht lange warten und werden schon gefragt, ob man uns mitnehmen kann. Der erste möchte für ein kurzes Stück doch tatsächlich 40Eur haben. Wir lehnen dankend ab und warten weiter. Schon kurze Zeit später sammelt uns ein Niederländer auf und bringt uns bis Breda.

Wir stehen erst paar Minuten an der Einfahrt zur Tankstelle. Die Socke ist gerade noch auf dem Klo und schon hält der nächste an. Das ging aber fix. Rucksäcke ins Auto verfrachtet, geht es weiter. Aber mit Socki ist heute irgendwas faul! Es muss schon wieder! Mitten auf der Autobahn an einer Ausfahrt, muss der Fahrer anhalten und Socke springt raus und dann… scheint es nicht zu können… =)

Am frühen Abend erreichen wir eine Raststätte in der Nähe von Gent. Da wir nicht wieder im Dunkeln unsere Zelte aufbauen wollen, begeben wir uns auf die Suche nach einem schönen vor Blicken verborgenen Platz. Fehlanzeige. In der Nähe von Jägerschüssen können wir uns nicht durchringen länger zu bleiben. Nach längerer Suche – es ist inzwischen dunkel – kehren wir wieder auf den Rastplatz zurück. Unentschlossen sitzen wir an einem Picknicktisch und grübeln, was wir jetzt machen wollen. Versuchen weiterzukommen? Durchmachen und auf den Morgen warten? An diesem Tisch versuchen zu schlafen? Zumindest essen wir ein wenig Brot und Käse.

Ein paar Minuten später kommen zwei weitere Hitchhiker an. Allerdings verfolgen die beiden die Taktik des Ansprechens (also direkt auf die Leute zugehen und fragen, ob sie noch Platz haben und in die richtige Richtung fahren). Doch wie sich nach längerem Beobachten herausstellt: erfolglos um diese Uhrzeit. Gen 1 Uhr geben sie auf und bauen ihr Zelt nur ein paar Meter neben dem Rastplatz auf. Weithin sichtbar. Wir (ich?) machen uns scheinbar darüber viel zu viele Gedanken.

Da es allmählich immer kälter wird und wir schon alle erdenklichen Klamotten an haben, schauen wir uns nochmal nach einem Platz für die Zelte um. So stoßen wir, nicht weit vom Rastplatz entfernten, doch auf eine gut versteckte Stelle. Wir bauen die Zelte (natürlich im Dunkeln) auf. Kochen fällt aus. Schlafen.

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